Skoda Superb 2.0 TDI – mehr Leistung im nutzbaren Drehzahlbereich
Skoda Superb 2.0 TDI – 1 PS weniger an der Spitze, bis zu 7 PS mehr im nutzbaren Drehzahlbereich
Was ist bei einer Motoroptimierung eigentlich wichtiger: die höchste Zahl auf dem Leistungsprüfstand oder eine Verbesserung dort, wo der Motor im Alltag am häufigsten genutzt wird?
Bei diesem Projekt hatten wir einen interessanten Fall. Ein Skoda Superb aus dem Baujahr 2017 mit 2.0 TDI und serienmäßigen 150 PS stand bei uns auf dem Leistungsprüfstand. Das Fahrzeug war bereits mit einem Downpipe ausgestattet, und die vorhandene Software war vergleichsweise gut abgestimmt.
Eine weitere Verbesserung war deshalb nicht einfach mit ein paar grundlegenden Änderungen zu erreichen. Wir mussten genauer hinschauen, verschiedene Einstellungen testen und die vorhandene Kennfeldabstimmung weiterentwickeln.
Das Ergebnis: rund 20 Nm mehr Drehmoment und zwischen 5 und 7 PS zusätzliche Leistung im nutzbaren Drehzahlbereich. Bei der maximal gemessenen Leistung lag das Endergebnis allerdings ungefähr 1 PS unter dem Ausgangswert.
Warum wir uns trotzdem für diese Abstimmung entschieden haben? Weil die höchste Leistung auf dem Papier nicht automatisch das beste Ergebnis für den Alltag bedeutet.
Skoda Superb 2.0 TDI mit 150 PS – die Ausgangssituation
Der Skoda Superb der dritten Generation ist ein Fahrzeug, das häufig für den täglichen Einsatz, längere Strecken und Autobahnfahrten genutzt wird. Der 2.0 TDI mit 150 PS bietet dafür eine gute Kombination aus Leistung und Alltagstauglichkeit.
Unser Fahrzeug stammte aus dem Jahr 2017 und verfügte über den 2.0-TDI-Motor mit einer serienmäßigen Leistungsangabe von 150 PS.
Eine Besonderheit war das bereits verbaute Downpipe. Dadurch musste die vorhandene Motorsoftware an die tatsächliche Fahrzeugkonfiguration angepasst werden.
Bei solchen Fahrzeugen reicht es nicht aus, einfach die Einspritzmenge oder den Ladedruck zu verändern. Zunächst muss geprüft werden, wie die vorhandene Software arbeitet und welche Anpassungen aufgrund der geänderten Abgaskonfiguration erforderlich sind.
Hinzu kam, dass die Ausgangssoftware bereits relativ gut abgestimmt war. Wir hatten es also nicht mit einer schlecht vorbereiteten Kennfelddatei zu tun, bei der sich Verbesserungen besonders einfach erzielen lassen.
Wenn die vorhandene Software bereits gut ist, wird die Optimierung anspruchsvoller
Bei einem Fahrzeug mit serienmäßiger Software kann der Ausgangspunkt für eine Leistungsoptimierung ganz anders aussehen als bei einem Auto, das bereits zuvor softwareseitig verändert wurde.
Ist die vorhandene Abstimmung nicht besonders gut gelungen, lassen sich manche Schwächen relativ einfach korrigieren. Bei einer bereits gut vorbereiteten Kennfeldoptimierung sieht die Sache anders aus.
Hier geht es nicht mehr nur darum, grundlegende Parameter zu verändern. Vielmehr muss herausgefunden werden, wo noch sinnvolles Verbesserungspotenzial vorhanden ist und wie sich einzelne Änderungen auf das gesamte Motorverhalten auswirken.
Genau das war bei diesem Skoda Superb der Fall.
Es folgten mehrere Testläufe und Anpassungen. Wir haben die Abstimmung schrittweise weiterentwickelt und dabei nicht nur auf die maximale Leistung geachtet. Entscheidend war, wie sich die Leistung und das Drehmoment über den gesamten Drehzahlbereich entwickeln.
Denn zwei Kennfelder können auf dem Papier eine ähnliche Spitzenleistung erreichen und sich im Fahrbetrieb trotzdem deutlich unterschiedlich anfühlen.
Das Ergebnis: mehr Leistung dort, wo sie im Alltag gebraucht wird
Nach mehreren Testläufen haben wir eine Abstimmung gefunden, mit der wir zufrieden waren.
Der Vergleich zur ursprünglichen Software ergab:
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Rund 20 Nm mehr Drehmoment.
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Zwischen 5 und 7 PS mehr Leistung im nutzbaren Drehzahlbereich.
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Ungefähr 1 PS weniger bei der maximal gemessenen Leistung.
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass eine Abstimmung mit geringerer Spitzenleistung keinen Vorteil bringt. Betrachtet man jedoch den gesamten Leistungsverlauf, wird deutlich, warum wir uns für dieses Ergebnis entschieden haben.
Die maximale Leistung ist nur ein Teil der Kennlinie. Sie sagt nicht aus, wie viel Leistung bei niedrigeren und mittleren Drehzahlen zur Verfügung steht oder wie sich das Drehmoment über den gesamten Bereich entwickelt.
Genau dort lag bei diesem Fahrzeug das Verbesserungspotenzial.
Warum der nutzbare Drehzahlbereich wichtiger sein kann als die Spitzenleistung
Die maximale Motorleistung wird normalerweise bei höheren Drehzahlen erreicht. Im alltäglichen Straßenverkehr fährt man jedoch nicht ständig genau in diesem Bereich.
Die meiste Zeit bewegt sich der Motor in niedrigeren und mittleren Drehzahlbereichen. Dort beschleunigt man aus Kurven, fährt auf die Autobahn, überholt oder bewegt das Fahrzeug an Steigungen.
Wenn in diesen Bereichen mehr Drehmoment und Leistung zur Verfügung stehen, kann sich das im Alltag deutlicher bemerkbar machen als ein zusätzlicher PS-Wert ganz oben im Drehzahlbereich.
Bei diesem Skoda Superb haben wir deshalb bewusst den nutzbaren Bereich in den Mittelpunkt gestellt.
Rund 20 Nm zusätzliches Drehmoment und bis zu 7 PS mehr Leistung können dazu beitragen, dass der Motor bei den entsprechenden Drehzahlen kräftiger reagiert als zuvor.
Das bedeutet nicht, dass die Spitzenleistung unwichtig ist. Sie gehört selbstverständlich zur Gesamtbewertung. Entscheidend ist jedoch das Zusammenspiel aus Leistungskurve, Drehmomentverlauf und Motorverhalten.
Warum haben wir ungefähr 1 PS Spitzenleistung abgegeben?
Bei einer individuellen Motoroptimierung stellt sich immer die Frage, welche Werte tatsächlich entscheidend sind.
Soll man ausschließlich versuchen, die höchste mögliche Leistung zu erreichen? Oder ist es sinnvoller, den gesamten Verlauf zu verbessern, auch wenn die maximale Zahl am Ende etwas niedriger ausfällt?
Bei diesem Projekt haben wir uns für die zweite Variante entschieden.
Die maximale gemessene Leistung lag ungefähr 1 PS unter dem Ausgangswert. Gleichzeitig konnten wir im nutzbaren Drehzahlbereich zwischen 5 und 7 PS sowie rund 20 Nm Drehmoment gewinnen.
Die Differenz von ungefähr 1 PS an der Spitze ist sehr gering. Die zusätzliche Leistung im breiteren Nutzungsbereich war für das angestrebte Fahrverhalten interessanter.
Ein Motor wird schließlich nicht nur anhand seiner höchsten Leistung gefahren. Entscheidend ist, wie er in den unterschiedlichen Drehzahlbereichen reagiert.
Deshalb haben wir die endgültige Abstimmung nicht nach einer einzelnen Zahl ausgewählt, sondern anhand des gesamten Ergebnisses.
Downpipe und Anpassung der Motorsoftware
Bei diesem Skoda Superb war das verbaute Downpipe ein wichtiger Bestandteil der Ausgangssituation.
Eine veränderte Abgaskonfiguration muss bei der Beurteilung der Motorsteuerung berücksichtigt werden. Die vorhandene Software sollte deshalb nicht einfach unverändert übernommen werden, ohne die tatsächliche Fahrzeugkonfiguration zu prüfen.
Bei der Anpassung müssen unter anderem die Ladedruckregelung, die Motorsteuerung und das Zusammenspiel der relevanten Komponenten berücksichtigt werden.
Dabei ist auch wichtig, die rechtliche Seite nicht außer Acht zu lassen. Veränderungen an abgasrelevanten Bauteilen können die Zulässigkeit des Fahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr beeinflussen. Eine Softwareanpassung macht eine solche Veränderung nicht automatisch homologiert oder gesetzeskonform.
Deshalb sollte vor jeder Maßnahme geprüft werden, welche Fahrzeugkonfiguration tatsächlich vorliegt und für welchen Einsatzzweck das Fahrzeug vorgesehen ist.
Individuelles Chiptuning bedeutet mehr als eine höhere PS-Zahl
Dieser Skoda Superb zeigt sehr gut, warum wir bei einer Motoroptimierung nicht ausschließlich auf die maximale Leistung schauen.
Die vorhandene Software war bereits gut vorbereitet. Um weitere Verbesserungen zu erzielen, waren deshalb mehrere Testläufe und gezielte Anpassungen notwendig.
Das Endergebnis brachte rund 20 Nm mehr Drehmoment und zwischen 5 und 7 PS zusätzliche Leistung im nutzbaren Drehzahlbereich. Die maximale Leistung lag ungefähr 1 PS niedriger als zuvor.
Für uns war das die sinnvollere Lösung, weil sie den Schwerpunkt auf den Bereich legt, in dem der Motor im täglichen Einsatz tatsächlich genutzt wird.
Eine gute individuelle Abstimmung muss nicht zwangsläufig die höchste Zahl auf dem Prüfstand liefern. Viel wichtiger ist, dass Leistung und Drehmoment zum Fahrzeug, zum technischen Zustand und zur gewünschten Nutzung passen.
Wenn Sie Ihren Skoda Superb oder ein anderes Fahrzeug optimieren lassen möchten, prüfen wir die vorhandene Konfiguration und entwickeln eine passende Lösung.
Chipan.si – Chiptuning-Experten seit 2003.
Weitere Informationen: www.chipan.si
Anfragen: info@chipan.si
Häufige Fragen zum Skoda Superb 2.0 TDI Chiptuning
Ist die maximale Leistung bei einer Motoroptimierung das wichtigste Kriterium?
Nein. Die Spitzenleistung ist nur ein Teil der Bewertung. Gerade im Alltag sind auch der Drehmomentverlauf und die verfügbare Leistung im unteren und mittleren Drehzahlbereich wichtig.
Warum hatte der Skoda Superb nach der Anpassung ungefähr 1 PS weniger?
Weil wir den Schwerpunkt auf eine Verbesserung im nutzbaren Drehzahlbereich gelegt haben. Dort konnten wir zwischen 5 und 7 PS sowie rund 20 Nm zusätzlich erreichen.
Wie viel hat der Skoda Superb 2.0 TDI gewonnen?
Im Vergleich zur ursprünglichen Software wurden rund 20 Nm mehr Drehmoment und zwischen 5 und 7 PS mehr Leistung im nutzbaren Drehzahlbereich erzielt.
Warum musste die Software wegen des Downpipes angepasst werden?
Die geänderte Abgaskonfiguration muss bei der Beurteilung der Motorsteuerung berücksichtigt werden. Deshalb wurde die vorhandene Software entsprechend der tatsächlichen Fahrzeugkonfiguration überprüft und angepasst.
Kann man ein Fahrzeug optimieren, das bereits eine geänderte Software hat?
Ja, das ist grundsätzlich möglich. Wie viel zusätzliches Potenzial vorhanden ist, hängt jedoch von der Qualität der bestehenden Abstimmung und vom technischen Zustand des Motors ab.
Bedeutet mehr Drehmoment automatisch ein besseres Fahrverhalten?
Nicht unbedingt. Entscheidend sind auch der Verlauf des Drehmoments, die Drehzahlbereiche, das Ansprechverhalten und die Belastungsgrenzen von Getriebe und Antriebsstrang.
Warum sind Messungen auf dem Leistungsprüfstand wichtig?
Sie ermöglichen einen direkten Vergleich der Ausgangs- und Endabstimmung. Dabei lässt sich nicht nur die maximale Leistung, sondern auch die Entwicklung der gesamten Leistungs- und Drehmomentkurve beurteilen.
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