Peugeot 3008 2.0 HDi mit 223.000 km 190 PS und 430 Nm.
Peugeot 3008 2.0 HDi: Mehr Leistung für den Familien-SUV
Wer sagt eigentlich, dass ein Familienauto nicht für eine Leistungsoptimierung geeignet ist? Ein Peugeot 3008 wird im Alltag genutzt, fährt mit der Familie in den Urlaub und muss nicht unbedingt sportliche Ambitionen erfüllen. Trotzdem kann ein Plus an Leistung und Drehmoment den Fahrkomfort spürbar verbessern.
Diesmal stand bei uns ein Peugeot 3008 mit 2.0 HDi Dieselmotor auf dem Prüfstand. Das Fahrzeug hatte bereits 223.000 Kilometer zurückgelegt. Eine Laufleistung, bei der man vor einer Leistungssteigerung genauer hinschauen sollte. Allerdings sagt der Kilometerstand allein noch nicht aus, ob ein Motor für eine Optimierung geeignet ist.
Entscheidend ist der tatsächliche technische Zustand. Deshalb haben wir zunächst die Ausgangsleistung gemessen, die relevanten Motordaten geprüft und das Verhalten des Motors unter Last kontrolliert. Erst danach wurde die individuelle Softwareanpassung vorgenommen.
Das Ergebnis: 190 PS und 430 Nm. Noch wichtiger als die reine Leistungszahl war jedoch die Entscheidung, die Abstimmung bewusst auf diesem Niveau zu belassen.
Der Peugeot 3008 2.0 HDi – ein weit verbreiteter Dieselmotor
Der 2,0-Liter-Dieselmotor aus der HDi- beziehungsweise BlueHDi-Familie wurde in verschiedenen Fahrzeugen der PSA-Gruppe eingesetzt. Es handelt sich um eine bekannte Motorenfamilie, dennoch sind die einzelnen Ausführungen nicht automatisch identisch.
Für den Peugeot 3008 2.0 BlueHDi 150 werden je nach Ausführung 150 PS und 370 Nm angegeben. Bei unserem Fahrzeug ergab die Eingangsmessung 152 PS und 370 Nm. Damit lag der gemessene Wert sehr nahe an den erwarteten Serienangaben.
Die genaue Motorvariante, das Baujahr, das Getriebe und die jeweilige Fahrzeugkonfiguration müssen immer berücksichtigt werden. Deshalb übernehmen wir nicht einfach einen Leistungswert aus einer allgemeinen Datenbank, sondern prüfen das konkrete Fahrzeug.
223.000 Kilometer – ist eine Leistungssteigerung noch sinnvoll?
Bei einem Fahrzeug mit 223.000 Kilometern ist die Frage durchaus berechtigt, ob eine Motoroptimierung noch empfehlenswert ist. Eine pauschale Antwort allein anhand des Kilometerstands wäre allerdings nicht seriös.
Ein Motor mit mehr als 200.000 Kilometern kann technisch noch in einem guten Zustand sein. Umgekehrt können auch Fahrzeuge mit deutlich geringerer Laufleistung bereits Probleme mit dem Turbolader, den Einspritzdüsen, der Kraftstoffversorgung oder der Abgasnachbehandlung haben.
Deshalb beginnt eine professionelle Kennfeldoptimierung nicht mit dem Schreiben einer neuen Software, sondern mit der Überprüfung des Fahrzeugs.
Bei diesem Peugeot haben wir insbesondere folgende Bereiche berücksichtigt:
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Ladedruck und Regelverhalten des Turboladers,
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Funktion der Einspritzanlage,
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Motorverhalten unter Last,
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relevante Diagnosewerte,
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Zustand und Auffälligkeiten des Dieselpartikelfilters (DPF).
Gerade bei einer höheren Laufleistung ist diese Vorgehensweise wichtig. Werden technische Abweichungen festgestellt, sollte zunächst deren Ursache geklärt werden. Eine Leistungssteigerung ist kein Ersatz für eine notwendige Reparatur.
Die Eingangsmessung: 152 PS und 370 Nm
Vor der Optimierung wurde der Peugeot auf unserem Leistungsprüfstand gemessen. Das Ergebnis lag bei 152 PS und 370 Nm.
Damit erreichte der Motor einen Wert, der sehr nahe an den erwarteten Serienangaben lag. Für die weitere Beurteilung reicht die maximale Leistung allein jedoch nicht aus.
Wir betrachten auch den Verlauf der Leistung und des Drehmoments sowie das Verhalten des Turboladers und der Einspritzung während der Belastung. Bei diesem Fahrzeug waren die überprüften Werte für Ladedruck und Einspritzung in Ordnung. Damit waren die Voraussetzungen für die individuelle Anpassung grundsätzlich gegeben.
Ein Punkt erforderte allerdings besondere Aufmerksamkeit: der Dieselpartikelfilter. Während der Überprüfung zeigten sich Auffälligkeiten, die bei der weiteren Abstimmung berücksichtigt werden mussten. Ohne eine zusätzliche Untersuchung lässt sich daraus keine sichere Aussage über eine mögliche Beschädigung des Filters ableiten. Die Hinweise waren jedoch ein Grund, bei der Leistungssteigerung bewusst zurückhaltend vorzugehen.
Individuelle Kennfeldoptimierung statt einer Standarddatei
Nach der Überprüfung haben wir die Software individuell an das Fahrzeug angepasst. Dabei geht es nicht darum, eine beliebige Leistungsdatei aufzuspielen und auf ein bestimmtes Ergebnis zu hoffen.
Die Abstimmung muss zum tatsächlichen Motorverhalten passen. Dazu gehören unter anderem die Ladedruckregelung, die Einspritzung und die Belastung des Motors. Gerade bei einem Fahrzeug mit höherer Laufleistung ist es wichtig, nicht einfach möglichst hohe Werte anzustreben.
Nach der Anpassung wurde der Peugeot erneut auf dem Leistungsprüfstand gemessen.
Das Ergebnis: 190 PS und 430 Nm
<em>Die Messwerte dieses Fahrzeugs im direkten Vergleich:</em>
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Gemessene Serienleistung: 152 PS
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Leistung nach der Optimierung: 190 PS
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Leistungszuwachs: rund 38 PS
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Gemessenes Seriendrehmoment: 370 Nm
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Drehmoment nach der Optimierung: 430 Nm
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Drehmomentzuwachs: 60 Nm
Die Leistungssteigerung fällt damit deutlich aus. Besonders das zusätzliche Drehmoment macht sich im Alltag bemerkbar. Ein SUV wie der Peugeot 3008 wird häufig mit mehreren Personen und Gepäck bewegt. Mehr Drehmoment kann in solchen Situationen für einen souveräneren Durchzug sorgen.
Das Fahrzeug reagiert beim Beschleunigen kräftiger und kann beim Überholen oder beim Auffahren auf die Autobahn von der zusätzlichen Leistung profitieren.
Wichtig: Dies sind die Messwerte des konkreten Fahrzeugs. Sie stellen keine pauschale Leistungszusage für jeden Peugeot 3008 2.0 HDi dar. Der tatsächliche Wert hängt unter anderem von der Motorvariante, dem technischen Zustand und der Fahrzeugkonfiguration ab.
Warum haben wir nicht noch weitere 10 PS herausgeholt?
Nach der Messung könnte man natürlich fragen, ob nicht noch etwas mehr Leistung möglich gewesen wäre. Vielleicht wären weitere rund 10 PS erreichbar gewesen. Wir haben uns jedoch bewusst dagegen entschieden.
Der Motor lief mit 190 PS und 430 Nm sauber und zeigte bei der erreichten Abstimmung ein gutes Verhalten. Gleichzeitig wollten wir die Auffälligkeiten rund um den DPF nicht ignorieren.
Es wäre wenig sinnvoll, bei einem Familienfahrzeug zusätzliche Belastung nur deshalb in Kauf zu nehmen, um auf dem Prüfstand eine etwas höhere Zahl zu erreichen.
Deshalb haben wir die Abstimmung auf dem erreichten Niveau belassen.
Genau hier liegt der Unterschied zwischen einer individuellen Optimierung und dem bloßen Streben nach möglichst hohen Leistungswerten. Eine gute Abstimmung muss zum Fahrzeug passen. Der technische Zustand, die Nutzung im Alltag und die Ergebnisse der Messungen sind wichtiger als die letzte zusätzliche PS-Zahl.
Chiptuning bei Fahrzeugen mit hoher Laufleistung
Kann man ein Auto mit 200.000 oder sogar mehr als 220.000 Kilometern noch optimieren? Ja, das kann durchaus möglich sein. Voraussetzung ist aber, dass der technische Zustand des Fahrzeugs eine solche Maßnahme zulässt.
Bei hoher Laufleistung verdienen insbesondere folgende Komponenten Aufmerksamkeit:
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Turbolader und Ladedrucksystem,
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Einspritzdüsen und Kraftstoffversorgung,
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Ansaug- und Abgassystem,
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Dieselpartikelfilter,
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Kupplung beziehungsweise Getriebe.
Auch das Getriebe darf nicht außer Acht gelassen werden. Eine Erhöhung des Motordrehmoments bedeutet eine zusätzliche Belastung für den gesamten Antriebsstrang. Die Abstimmung muss daher nicht nur zum Motor, sondern auch zum Getriebe und zur restlichen Fahrzeugkonfiguration passen.
Wenn bei der Diagnose Auffälligkeiten festgestellt werden, sollte zunächst die technische Ursache behoben werden. Eine Softwareoptimierung kann keine verschlissenen oder defekten Bauteile reparieren.
Bei Chipan.si betrachten wir deshalb die Optimierung als gesamten Arbeitsablauf: Überprüfung, individuelle Softwareanpassung, Messung und abschließende Kontrolle.
Mehr Fahrkomfort für den Familienalltag
Der Peugeot 3008 erreichte nach der individuellen Optimierung 190 PS und 430 Nm. Gegenüber der Eingangsmessung entspricht das einem Zuwachs von rund 38 PS und 60 Nm.
Wir haben uns bewusst für dieses Ergebnis entschieden, anstatt die letzten möglichen Leistungsreserven auszureizen. Bei einem Familienfahrzeug zählt nicht nur die maximale Leistung. Ebenso wichtig sind ein gutes Ansprechverhalten, eine passende Drehmomententwicklung und eine Abstimmung, die den technischen Zustand des Fahrzeugs berücksichtigt.
Wenn Sie über eine Leistungsoptimierung für Ihren Peugeot oder ein anderes Familienfahrzeug nachdenken, prüfen wir gerne die Möglichkeiten Ihrer konkreten Motorvariante.
Chipan.si – Chiptuning-Experten seit 2003.
Weitere Informationen: www.chipan.si
Anfragen: info@chipan.si
Häufige Fragen zum Peugeot 3008 2.0 HDi Chiptuning
Ist der Peugeot 3008 2.0 HDi für Chiptuning geeignet?
Eine Optimierung kann möglich sein. Entscheidend sind die genaue Motorvariante und der technische Zustand des Fahrzeugs. Vor dem Eingriff sollten die relevanten Systeme überprüft werden.
Sind 223.000 Kilometer zu viel für eine Leistungssteigerung?
Nicht automatisch. Der Kilometerstand allein ist kein ausreichendes Kriterium. Wichtig sind unter anderem der Zustand des Turboladers, der Einspritzanlage, des DPF und des Getriebes.
Wie viel Leistung hatte der Peugeot vor und nach der Optimierung?
Vor der Optimierung wurden 152 PS und 370 Nm gemessen. Danach erreichte das Fahrzeug 190 PS und 430 Nm.
Erreicht jeder Peugeot 3008 2.0 HDi diese Werte?
Nein. Die Ergebnisse hängen von der jeweiligen Motorversion, dem Zustand des Fahrzeugs und der vorhandenen Konfiguration ab. Die hier genannten Werte beziehen sich ausschließlich auf das gemessene Fahrzeug.
Warum wurde der DPF vor der Optimierung überprüft?
Der Dieselpartikelfilter ist ein wichtiger Bestandteil der Abgasnachbehandlung. Auffälligkeiten bei seinem Zustand oder seiner Funktion müssen bei der Beurteilung des Fahrzeugs berücksichtigt werden.
Warum ist eine Messung auf dem Leistungsprüfstand sinnvoll?
Sie ermöglicht einen direkten Vergleich zwischen dem Zustand vor und nach der Optimierung. Zusätzlich lässt sich das Verhalten des Motors unter Last beurteilen. Die maximale PS-Zahl ist dabei nur ein Teil der gesamten Bewertung.
Kann Chiptuning den Kraftstoffverbrauch reduzieren?
Der Verbrauch hängt stark vom Fahrstil, der Belastung und dem technischen Zustand des Fahrzeugs ab. Das zusätzliche Drehmoment kann bei gleicher Fahrweise in bestimmten Situationen weniger Schaltvorgänge ermöglichen. Eine garantierte Verbrauchsreduzierung gibt es jedoch nicht.
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